Der Marienplatz ist der zentrale Platz der Münchner Altstadt und seit der Stadtgründung im 12. Jahrhundert das Herz der Stadt. Früher wurde hier Markt gehalten, heute finden hier Feiern, Kundgebungen und Empfänge statt – etwa wenn der FC Bayern eine Meisterschaft auf dem Rathausbalkon feiert.
Name und Geschichte
Lange hieß der Platz schlicht Markt oder Schrannenplatz, weil hier mit Getreide (der „Schranne“) gehandelt wurde. Seinen heutigen Namen trägt er seit 1854. Namensgeberin ist die Mariensäule in der Platzmitte: Kurfürst Maximilian I. ließ sie 1638 errichten – als Dank dafür, dass München im Dreißigjährigen Krieg von der Zerstörung verschont geblieben war.
Neues Rathaus und Glockenspiel
Die Nordseite beherrscht das neugotische Neue Rathaus, erbaut zwischen 1867 und 1908. Im Turm sitzt das berühmte Glockenspiel: Seine Figuren zeigen ein Ritterturnier zur Hochzeit von Herzog Wilhelm V. im Jahr 1568 und den Schäfflertanz. Es spielt täglich um 11 und 12 Uhr, von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr. Am östlichen Ende des Platzes steht das Alte Rathaus mit seinem markanten Turm.
Tipps
- Den schönsten Blick auf Platz und Rathaus hast du vom Turm der Kirche St. Peter, den die Münchner „Alter Peter“ nennen.
- Der Fischbrunnen ist ein beliebter Treffpunkt. Am Aschermittwoch wird hier traditionell der Geldbeutel gewaschen – das soll Geld ins leere Portemonnaie bringen.
- Unter dem Platz liegt einer der wichtigsten Knotenpunkte von S- und U-Bahn.
Siehe auch: Frauenkirche, Viktualienmarkt, Stadtgründung Münchens (1158)