Der Biergarten ist eine Münchner Institution: Unter schattigen Kastanien sitzen Einheimische und Gäste an langen Tischen, trinken eine Maß und essen Brotzeit – oft ihre selbst mitgebrachte.
Wie der Biergarten entstand
Seit dem 16. Jahrhundert durfte in Bayern Bier nur in der kalten Jahreszeit gebraut werden. Um es über den Sommer kühl zu lagern, legten die Brauer Keller an, etwa an der Isar, und pflanzten darüber Kastanien, deren dichtes Laub Schatten spendet. Bald schenkten sie das Bier direkt vor Ort aus. Weil die Wirte um ihr Geschäft fürchteten, erlaubte ein königlicher Erlass von 1812 zwar den Bierausschank, nicht aber den Verkauf von Speisen. Die Gäste brachten ihr Essen deshalb selbst mit.
Die Regeln heute
- In traditionellen Biergärten darfst du deine eigene Brotzeit mitbringen – die Getränke kaufst du vor Ort.
- Die Bereiche zur Selbstbedienung erkennst du oft an Tischen ohne Tischdecken; wo Tischdecken liegen, wird meist bedient.
- Die Bayerische Biergartenverordnung von 1999 schreibt diese Tradition fest.
Siehe auch: Englischer Garten, Brezn