Rund sechs Millionen Menschen besuchen jedes Jahr die Wiesn. Damit dein Oktoberfest-Besuch entspannt wird, helfen ein bisschen Planung und ein paar Insider-Regeln. Hier sind 15 Tipps – für Wiesn-Neulinge genauso wie für alte Hasen.
Planung
- Unter der Woche und früh kommen: Am Wochenende und abends sind die Zelte oft wegen Überfüllung geschlossen. Werktags am Vormittag findest du am ehesten einen Platz.
- Reservierungen frühzeitig anfragen: Tische in den Festzelten werden direkt bei den Festwirten reserviert, oft schon viele Monate im Voraus. Ein Teil der Plätze bleibt unreserviert.
- Unterkunft früh buchen: Während der Wiesn sind Hotels in München schnell ausgebucht und deutlich teurer.
- Familientag nutzen: Dienstags gibt es für Familien vergünstigte Angebote bei vielen Fahrgeschäften und Ständen.
Vor Ort
- Bei gutem Wetter in die Biergärten der Zelte: Dort ist es entspannter, und du kommst leichter an einen Platz.
- Große Taschen zu Hause lassen: Größere Taschen und Rucksäcke sind auf dem Festgelände nicht erlaubt. Informiere dich vorab über die aktuellen Regeln.
- Bargeld dabeihaben: Nicht überall kannst du mit Karte zahlen.
- Treffpunkt ausmachen: Das Handynetz ist oft überlastet. Ein fester Treffpunkt, etwa an der Bavaria-Statue, erspart langes Suchen.
- Die Maß nicht unterschätzen: Wiesnbier ist stärker als ein normales Helles, und eine Maß ist ein ganzer Liter. Trink zwischendurch Wasser und iss etwas.
- Oide Wiesn besuchen: Im Süden des Geländes zeigt die Oide Wiesn historische Fahrgeschäfte und Volksmusik – gegen einen kleinen Eintritt und deutlich gemütlicher.
Anreise und Tradition
- Mit den Öffentlichen anreisen: Die U-Bahnhöfe Theresienwiese, Schwanthalerhöhe, Goetheplatz und Poccistraße liegen in Gehweite. Parkplätze gibt es praktisch keine. Mehr zum Tarif im Lexikon unter MVV.
- Den Anstich erleben: Am ersten Samstag zapft der Oberbürgermeister um 12 Uhr das erste Fass an. Plätze im Schottenhamel-Zelt sind dann heiß begehrt – ein Erlebnis ist die Stimmung aber auch draußen.
- Den Trachten- und Schützenzug anschauen: Am ersten Sonntag ziehen Trachtengruppen, Musikkapellen und Schützen durch die Innenstadt zur Theresienwiese.
- Tracht ist kein Muss: Wer Dirndl trägt, sollte die Schleife kennen: links gebunden heißt traditionell „ledig“, rechts „vergeben“.
- Die anderen Feste nicht vergessen: Frühlingsfest, Auer Dult, Tollwood und die Starkbierzeit sind oft entspannter als die Wiesn – und typisch münchnerisch.
Woher das Fest eigentlich kommt, erfährst du im Lexikon-Eintrag Wiesn und bei Ludwig I.